Glutenunverträglichkeit als Fehlreaktion des Immunsystems

Gluten ist in Brot enthalten. Foto: Rainer Sturm_pixelio.de

Bei der Glutenunverträglichkeit reagiert der Körper überempfindlich auf das Eiweiß Gluten. Die Hauptursache dafür liegt in den Genen, aber auch andere Faktoren können eine Rolle spielen. Leider besteht die einzige Möglichkeit, die Symptome der Erkrankung zu unterdrücken, in einer lebenslangen glutenfreien Diät.

 

Glutenunverträglichkeit

Dem Großteil der Menschen bereitet der Verzehr von glutenhaltigen Nahrungsmitteln keine Probleme. Doch nicht alle haben dieses Glück: Personen, die von einer Glutenunverträglichkeit betroffen sind, leiden an einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Bei der Aufnahme von Gluten kommt es bei einer Glutenunverträglichkeit zu einer Fehlreaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe.

Bei Menschen, die von Glutenunverträglichkeit betroffenen sind, erkennt der Körper Gluten als Eindringling an und das Immunsystem will diesen abwehren. Es stellt Antikörper her, um den vermeintlichen Feind – das Gluten – unschädlich zu machen, jedoch stimulieren sie auch das Immunsystem, sich selbst anzugreifen.

In Deutschland tritt die Glutenunverträglichkeit bei einem von 1000 Menschen auf. Da die Erkrankung aufgrund oft unspezifischer Symptome aber häufig unentdeckt bleibt, wird eine hohe Dunkelziffer vermutet, sodass eine Häufigkeit von 1:300 zu befürchten ist.

 

Glutenintoleranz aufgrund genetischer Besonderheiten

Die Ursachen der Glutenintoleranz sind noch nicht abschließend erforscht. Man geht bisher jedoch davon aus, dass der Glutenunverträglichkeit vor allem genetische Veränderungen zu Grunde liegen, aber auch Umweltfaktoren wie die Ernährung einen Einfluss haben.

Die Folge der Zöliakie – ein Synonym für die Glutenunverträglichkeit – ist eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Diese führt dazu, dass Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können. Dies kann sich dann in verschiedenen Symptomen wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Übelkeit äußern. Die Glutenunverträglichkeit und der damit verbundene Nährstoffmangel können dann wiederum Begleiterscheinungen wie Blässe (Eisenmangel), Müdigkeit und depressive Verstimmungen oder Wachstumsstörungen bei Kindern hervorrufen.

Glutenuverträglichkeit nur mit glutenfreier Ernährung behandelbar

Die gute Nachricht: Um eine Glutenunverträglichkeit festzustellen, gibt es inzwischen eine Reihe von diagnostischen Möglichkeiten, hier vor allem verschiedene Antikörpertests und die Darmspiegelung. Die eher schlechte Nachricht: Es gibt nur einen Weg, um die Glutenunverträglichkeit zu behandeln – eine lebenslange glutenfreie Diät. Die glutenfreie Ernährung kann mithilfe der richtigen glutenfreien Lebensmittel und interessanten Anregungen zum glutenfreien Einkaufen, Kochen und Backen sehr abwechslungsreich und lecker sein.

 

Artikelbilder: Wolfgang Dirscherl_pixelio.de, Jennifer Kolling_pixelio.de, Wolfgang Dirscherl_pixelio.de

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